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28.12.05 

Bei Sodbrennen später ins Bett

Später ins Bett zu gehen, kann gegen nächtliches Sodebrennen helfen.

Fast jeder zweite Deutsche leidet an Sodbrennen.Treten die Beschwerden nur gelegentlich auf, muss man sich in der Regel keine allzu großen Sorgen machen. Manchmal kann sich hinter dem Sodbrennen jedoch auch die "Refluxkrankheit" verbergen. In Anlehnung an ihre englische Bezeichnung (Gastro Esophageale Reflux Disease) wird sie oft einfach GERD genannt.

Japanische Forscher vermuten, dass ein längerer Abstand zwischen der letzten Mahlzeit und der Zeit des Zubettgehens die Symptome mildern könnte. Dies wurde in einer Studie mit 147 Pateinten festgestellt, die unter GERD litten und einen Fragebogen dazu ausfüllten. Der gleiche Fragebogen wurde von 294 weiteren Kontroll-"Patienten" ausgefüllt, welche magengesund waren. Diese Kontrollpatienten (2 pro echtem Patient) wurden hinsichtlich ihrer individuellen Lebensumstände (Alkohol Nikotin) und Begleiterkrankungen "gematcht", also angepasst, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Die Wahrscheinlichkeit nachts mit Sodbrennen aufzuwachen, war 7,5 höher, wenn der Zeitraum zwischen Abendessen weniger als 3 Stunden betrug. Dies ist zwar noch keine Beweis dafür, dass der größere Abstand zwischen der letzten Nahrungsaufnahme und dem Beginn des Nachtschlafes das Auftreten von Sodbrennen begünstigt, jedoch scheint es wahrscheinlich und wird in weiteren Studien kontrolliert werden. Bis es soweit ist, kann jeder, der von diesen Magenproblemen betroffen ist, zumindest einmal einen Selbstversuch wagen und schauen, ob es hilfreich ist, später ins Bett zu gehen oder früher zu abend zu essen.

Y. Fujiwara, A. Machida, Y. Watanabe, M. Shiba, K. Tominaga,T. Watanabe,N. Oshitani, K. Higuchi, T. Arakawa
Association Between Dinner-to-Bed Time and Gastro-Esophageal Reflux Disease
Am J Gastroenterol 2005;100:2633–2636

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